Babyboomer

Happy Life

Uwe Bernecker, geboren 1959 in Offenbach am Main, wuchs im sozial herausfordernden Stadtteil Lauterborn auf. Die frühe Erfahrung, sich zu behaupten und Herausforderungen zu meistern, prägte seine Leistungsbereitschaft und Durchsetzungsfähigkeit. Trotz einfacher Verhältnisse profitierte er von engagierten Eltern, verlässlichen Freunden und motivierenden Rivalen – Einflüssen, die seine Entwicklung nachhaltig förderten. Rückblickend sieht Uwe diese Zeit als glückliche und prägende Jugendphase, die ihm wichtige Werte und bleibende Erinnerungen mitgegeben hat.

Babyboomer

growing up

Uwe Bernecker empfand den Schulalltag oft als wenig herausfordernd; die echten Abenteuer spielten sich für ihn draußen ab. Er frisierte Mofas, träumte vom Ford Capri und spielte mit selbstgebauten Holzschlägern „Eishockey“ zwischen den Sandkästen. Viele Stunden verbrachte er im Jugendzentrum, hing „schwofend“ herum und lebte auf dem Fußballplatz seine Leidenschaft für den Sport aus. Die dort erzielten Erfolge und die Anerkennung durch seine Freunde stärkten sein Selbstbewusstsein und weckten zeitweise den Traum vom Profisport. Der Sport vermittelte ihm Gemeinschaftsgefühl und Begeisterung und trug entscheidend zu seiner persönlichen Entwicklung bei.

Auf Empfehlung seiner fürsorglichen Eltern erlernte er einen bodenständigen Beruf: Möbeltischler. Er ist noch heute stolz auf sein Gesellenstück und die handwerklichen Fähigkeiten, die er sich angeeignet hat. Eine eigene Tischlerei hätte er sich vorstellen können, doch sein beruflicher Weg führte ihn in andere Richtungen und prägte seinen weiteren Werdegang.

Sportslife

Handball Bundesliga

Uwe Berneckers ursprünglicher Traum war es, Profi-Fußballer zu werden. Als die Offenbacher Fußballlegende Hermann Nuber ihn in die Kickers-Jugend aufnehmen wollte, war er überglücklich – doch das damalige Verbot seiner Eltern zeigte ihm früh, wie entscheidend kleine Entscheidungen im Leben sein können. Zwei Jahre später folgte er dem Ruf des Handball-Urgesteins Peter Fenn, der sein Talent erkannte und ihn zur SG Dietzenbach holte. Daraus entstanden zehn prägende Jahre als Leistungssportler in der Handball Bundesliga. Das kompromisslose Training und das Ausloten eigener Grenzen lehrten ihn, dass sich Ausdauer und Einsatz auszahlen. Diese Erfahrungen bestätigten seine Überzeugung: „It seems to be impossible, until it’s done.“ Leistungssport formte nicht nur seine körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch seinen Charakter und seine Werte.

private

my Love

Den Abend des 5. Dezember 1985 vergisst Uwe Bernecker nie. In einer seiner Lieblingskneipen in Bad Homburg traf er auf eine blonde Frau, die ihn sofort faszinierte; ihr Charme ließ ihn zutiefst berührt zurück. In einem Moment purer Euphorie zog er dennoch seinen Mantel an und ging — überzeugt davon: sie oder niemand sonst. Einige Tage später bestätigte sich, dass sie ebenso empfunden hatte. Diese unerwartete, gegenseitige Verbindung eröffnete ihm eine besondere Lebensdimension, die ihn tief berührte und bis heute prägt.

Business

Sales & Management

Zusammen mit den Gründern Bernd Scherer und Norbert Schaaf baute Uwe Bernecker als verantwortlicher Manager das Vertriebsteam der SECAL GmbH auf und arbeitete aktiv an der Verkaufsfront. SECAL spezialisierte sich auf Alarmanlagen für Unternehmen und Privathäuser. In diesem Zusammenhang entwickelte er die „Sicherheitsanalyse“ — ein System, das über SECAL hinaus Verbreitung fand und heute in zahlreichen Unternehmen Anwendung findet. Unter seiner Führung wurde das Produktportfolio kontinuierlich erweitert; das Unternehmen etablierte sich als Komplettanbieter für Sicherheitstechnik und erhielt schließlich die VdS‑Anerkennung. Diese Erfolge spiegeln die nachhaltigen Fortschritte wider, die er im Bereich der Sicherheitstechnik mitgestaltet hat.

Business

Product - management

Voller Dankbarkeit blickt Uwe Bernecker auf seinen Mentor Uwe Christiansen zurück, der ihn zu Bally Wulff holte. Von ihm lernte er fortschrittliche Management‑Tools und übernahm unter seiner Leitung die Verantwortung für den gesamten Bereich Sicherheitstechnik im Konzern. Maßgeblich beteiligt war er an der Entwicklung eines Geldwechsel‑Tresors, der in zahlreichen Spielhallen eingesetzt wurde und zu einem der ertragreichsten Produkte im Portfolio avancierte – der Auftakt zu einem Millionen‑EBIT‑Projekt, an dem er aktiv mitwirkte. Ende 1992 informierte er Christiansen über seinen Wunsch, künftig mit seiner Frau zusammenzuarbeiten. Der Abschied fiel ihm schwer; Christiansen bot an, ihn als Nachfolger vorzuschlagen, was ihm viel bedeutete. Dennoch folgte Uwe Bernecker seinem Bauchgefühl und seinem Herzen – eine Entscheidung, die sich rückblickend als richtig erwiesen hat.

Business

SULU

1993 lancierte Uwe Bernecker gemeinsam mit seiner Frau Kerstin die Marke SULU, die den sogenannten „Clochard‑Style“ populär machte. Kerstins Designs fanden von Beginn an großen Anklang, sodass ein strukturierter Unternehmensaufbau notwendig wurde. Uwe übernahm die Geschäftsführung; sein Einstieg mit einem Anfangsgehalt von 1.500 DM brutto bedeutete zwar einen finanziellen Einschnitt, doch die folgenden zwei Jahrzehnte waren von großem Erfolg und kreativer Inspiration geprägt und vertieften seine Expertise in der Modebranche.

Unter seiner Leitung entwickelte SULU ein umfassendes Leistungsportfolio: eigenes Design, kurzfristige Verfügbarkeiten, klassische passive Lohnveredelung, eigene Strickmaschinen, eine Musterstrickerei und ein Musteratelier sowie Produktion in Litauen. SULU betrieb sechs Showrooms in Deutschland und der Schweiz, beschäftigte rund 40 Mitarbeiter und wurde zur Nummer 1 im Bereich Cash & Carry; der Umsatz wurde auf einen zweistelligen Millionenbetrag skaliert. Im Jahr 2012, beeinflusst durch die Fusion der Dresdner Bank mit der Commerzbank, entschied Uwe, das Projekt SULU zu beenden und sich neuen beruflichen Herausforderungen zuzuwenden.

Business

FUNKY STAFF

FUNKY STAFF begann als klassische Cash‑&‑Carry‑T‑Shirt‑Marke. Uwe Bernecker verlagte die Produktion nach Italien, nutzte dortige Fertigungskompetenz und seine langjährigen Kontakte zu etablierten Produzenten, um eigene Kollektionen in hochwertiger Fast‑Fashion‑Qualität fertigen zu lassen. Anstatt Ware nur zu branden, setzte er auf markenspezifische Designs und entwickelte das „Short‑Term‑Order“-System, das Reaktionszeiten auf Trends erheblich verkürzte und Lagerkosten minimierte. Diese Kombination aus Qualität, Agilität und direkter Produktionssteuerung führte dazu, dass FUNKY STAFF den Umsatz auf einen zweistelligen Millionenbetrag skalieren konnte.

Die Corona‑Pandemie brachte dramatische Einschnitte: geschlossene Handelsflächen, gestörte Lieferketten und erhebliche finanzielle Verluste erforderten eine umfassende Neuausrichtung. Aus dieser Krise gewann Uwe wertvolle Erkenntnisse zu Resilienz, Liquiditätsplanung und flexiblen Produktionsmodellen, die er heute in seine Beratungsarbeit einfließen lässt, um Unternehmen auf Wachstum wie auf Krisen vorzubereiten.

Corona

wir machen AUF_merksam

Die achtmonatige Ladenschließung für den textilen Fachhandel durch Bund und Länder traf die Branche hart und bedrohte tausende Existenzen. Uwe Bernecker erlebte die Not der Händler hautnah — die tränenreichen Telefonate und das Bild voller Läden bei ausbleibenden Einnahmen geben ihm noch heute Gänsehaut. Am 4. Januar 2021, beim Verfolgen der Tagesschau mit einem Glas Rotwein, empfand er erneut das Unverständnis der öffentlichen Wahrnehmung: Während Supermärkte und Baumärkte weiter Bekleidung verkaufen durften, brachen die Umsätze im Fachhandel dramatisch ein. In dieser Situation kontaktierte er Günter Nowodworski und fragte ihn, ob er „mutig“ sei. Gemeinsam initiierten sie mit großem Einsatz die Aktion „Wir machen AU_merksam“.

Innerhalb weniger Wochen gewann die Initiative breite Unterstützung: Händler, engagierte Bürger, regionale Medien und schließlich auch überregionale Formate berichteten. Die Kampagne sensibilisierte Gemeinden und Politiker gleichermaßen und erzeugte einen spürbaren politischen Druck. Über Kontakte auf Landesebene — unter anderem Gespräche mit Vertretern des Hessischen Ministeriums und dem damaligen Ministerpräsidenten Volker Bouffier — wurden Bedingungen für die Überbrückungshilfe III erörtert. Dadurch konnten Hilfen in Millionenhöhe mobilisiert werden, die einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung zahlreicher Existenzen im Facheinzelhandel leisteten. Die Aktion demonstrierte nicht nur Solidarität innerhalb der Branche, sondern führte auch zu konkreten, finanziellen Entlastungen in einer existenziellen Krisenzeit.

Business

Consulting

Im Jahr 2015 begann Uwe Bernecker seine Tätigkeit als Berater. Nach erfolgreichen Einstiegsprojekten entdeckte er seine Leidenschaft für die Beratungsarbeit: Es erfüllt ihn, gemeinsam mit seinem Team Auftraggebern zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und Lösungen umzusetzen. Seither hat er in zahlreichen, unterschiedlichen Projekten mit vollem Einsatz und nachweisbarem Erfolg mitgewirkt.

Heute ist Uwe nicht mehr operativ in eigenen Unternehmen tätig, sondern arbeitet als überzeugter Free Consultant in Kooperation mit international aufgestellten Consulting‑ und Sales‑Gesellschaften. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es ihm, seine umfangreiche Erfahrung, Branchenkenntnis und Begeisterung in vielfältigen Mandaten einzubringen und die Entwicklung seiner Kunden nachhaltig zu fördern. Die Vielfalt der Mandate ist groß; aus Gründen der Diskretion werden nur ausgewählte Referenzen im Bereich „Projekte“ genannt.